CDU-Fraktion fordert Stadt Frankfurt auf, ihre Entscheidung zu überdenken

Als ein „fatales Zeichen“ wertet die CDU-Fraktionsvorsitzende Irene Utter die Pläne der Stadt Frankfurt, ab Dezember 2019 die Buslinie 30 zu kürzen. Wie die Nachbarstadt am vergangenen Dienstag im Nebensatz einer Pressemeldung ankündigte, soll die Buslinie dann nur noch bis zur Friedberger Warte fahren. Pendler müssten dort aussteigen und auf die Straßenbahnlinie 18 warten, um weiter in Richtung Innenstadt fahren zu können.

Die Bad Vilbeler CDU-Fraktion kritisiert das Vorhaben scharf: „Damit würde eine wichtige und vor allem direkte Verbindung in die Frankfurter Innenstadt einfach gekappt“, sagt Utter. Dass Fahrgäste dann umsteigen müssten, mache die Verbindung schlagartig deutlich unattraktiver. „Es ist außerdem ein Trugschluss zu glauben, dass die Pendler stattdessen auf die S-Bahn-Linie 6 umsteigen werden“, warnt Utter – schließlich sei die Streckenführung eine ganz andere. Zudem werde sich der Pendlerdruck auf die Buslinie 30 durch den laufenden S-Bahn-Ausbau noch einmal erhöhen. „Das Ergebnis dieser unausgegorenen Pläne steht jetzt schon fest: Es werden noch mehr Autos auf der ohnehin schon hochbelasteten B521 und der Friedberger Landstraße rollen“, prophezeit Utter.

Doch nicht nur auf der Sachebene kritisiert die Fraktionsvorsitzende die Ankündigung. „Es gehört sich auch nicht, eine für die Stadt Bad Vilbel so gravierende Fahrplanänderung in einem Nebensatz einer Pressemeldung mitzuteilen“, ärgert sich Utter. Sie fordert die Verantwortlichen dazu auf, ihre Entscheidung umgehend zu überdenken.

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